Verfahrensauswahl: Welches Fertigungsverfahren passt zu Ihrem Bauteil?

3D-Druck, CNC-Bearbeitung oder Gießen? Mit dem Verfahrens-Finder und einem Vergleich aller Verfahren finden Sie heraus, welcher Weg zu Ihrem Bauteil passt.

Das passende Fertigungsverfahren hängt vom Bauteil ab: vom Werkstoff, den geforderten Eigenschaften, der Geometrie, der Stückzahl und den Ansprüchen an Oberfläche und Genauigkeit. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren entscheidet, ob 3D-Druck, CNC-Bearbeitung oder ein Gießverfahren technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Auf dem PROTIQ Marketplace finden Sie über 12 Verfahren – vom Lasersintern über das Laserschmelzen von Metall bis zum Spritzgießen. Diese Seite hilft Ihnen bei der Vorauswahl. Nach dem Hochladen wählen Sie Verfahren und Werkstoff und sehen in der Regel direkt Preis und Produktionszeit; dabei wird automatisch geprüft, ob das Bauteil in den Bauraum passt. Sind Sie unsicher, sprechen Sie uns an.

Verfahrensauswahl auf einen Blick

Werkstoffgruppen
Kunststoff, Metall, Keramik und Glas
Angebot
über 160 Materialien und über 12 Verfahren, additiv und konventionell
Wichtigste Kriterien
Werkstoff, Anforderungen, Geometrie, Stückzahl, Oberfläche und Genauigkeit
Preis
in der Regel direkt im Konfigurator, sonst per Preisanfrage
Beratung
persönlich durch das PROTIQ-Team

Verfahrens-Finder

Welches Verfahren passt zu Ihrem Bauteil?

Beantworten Sie bis zu vier Fragen. Die passenden Verfahren rücken nach oben, darüber steht unsere Einschätzung zu Ihrer Auswahl.

1 Welcher Werkstoff?

2 Was ist die wichtigste Anforderung?

Diese Anforderung passt nicht zum gewählten Werkstoff.

3 Wie ist die Geometrie?

4 Welche Stückzahl?

Unsere Einschätzung

Wählen Sie oben Ihre Angaben. Hier erscheint dann, worauf es bei Ihrer Auswahl ankommt.

Unsere Einschätzung

Einzelteil oder Prototyp

Ohne Werkzeug fertigen 3D-Druck und CNC-Bearbeitung direkt aus Ihren 3D-Daten. Soll der Prototyp wie das spätere Serienteil aussehen, eignen sich harzbasierte Verfahren mit glatter Oberfläche.

Unsere Einschätzung

Kleinserie

Der 3D-Druck bleibt ohne Werkzeug wirtschaftlich, und viele Teile entstehen gemeinsam in einem Bauprozess. Mit dem Vakuumgießen lässt sich ein Urmodell in der Silikonform vervielfältigen.

Unsere Einschätzung

Große Stückzahl

Bei einfachen Bauteilen ist ein Werkzeugverfahren wie das Spritzgießen meist am wirtschaftlichsten. Der 3D-Druck lohnt sich auch in Serie, wenn das Bauteil komplex ist, etwa mit innenliegenden Kanälen oder Gitterstrukturen, oder wenn sich jedes Teil unterscheidet. Geben Sie in Schritt 3 die Geometrie an, um die Auswahl einzugrenzen.

Unsere Einschätzung

Einfache Bauteile in großer Stückzahl

Hier ist meist ein Werkzeugverfahren am wirtschaftlichsten: Spritzgießen für Kunststoff, Fräsen oder Drehen für einfache Metallteile. Der 3D-Druck kann die Zeit überbrücken, bis das Werkzeug fertig ist, oder Stückzahlen abdecken, für die sich ein Werkzeug noch nicht lohnt.

Unsere Einschätzung

Komplexe Bauteile in großer Stückzahl

Lässt sich die Geometrie mit einem Werkzeug nicht oder nur mit großem Aufwand abbilden, ist der 3D-Druck oft auch bei großen Stückzahlen die beste Wahl. Im Pulverbett entstehen viele Bauteile gemeinsam in einem Bauraum. Oft lohnt es sich, das Bauteil dafür neu zu konstruieren und mehrere Funktionen in einem Teil zusammenzufassen.

Unsere Einschätzung

Jedes Teil anders

Bei individuellen Bauteilen, etwa orthopädischen Hilfsmitteln, Zahnschienen oder personalisierten Produkten, braucht der 3D-Druck kein neues Werkzeug pro Variante. Deshalb ist er hier auch bei großen Stückzahlen die erste Wahl.

Unsere Einschätzung

Große Bauteile

Wie groß ein Bauteil sein darf, hängt von der Anlage des Anbieters ab. Beim Hochladen prüft der Konfigurator automatisch, ob es in den Bauraum passt. Im Lasersintern lassen sich zu große Bauteile auch teilen und nach dem Druck fügen.

Unsere Einschätzung

Sehr kleine, filigrane Bauteile

Feine Details gelingen mit harzbasierten Verfahren, bei Metall und Keramik mit LMM und LCM. Die Mindestwandstärken finden Sie auf den Verfahrensseiten.

Unsere Einschätzung

Enge Toleranzen

Am genauesten ist meist die CNC-Bearbeitung. Gedruckte Bauteile lassen sich an Funktionsflächen spanend nacharbeiten. So verbinden Sie eine komplexe Geometrie mit engen Passungen.

Unsere Einschätzung

Hitzebeständigkeit

Die Wärmeformbeständigkeit eines Kunststoffs ist keine Dauergebrauchstemperatur. Für dauerhaft hohe Temperaturen kommen Metall, Keramik oder Glas infrage.

Unsere Einschätzung

Transparent

Glas aus dem 3D-Druck ist transparent, temperaturbeständig und vergilbt nicht. Bauteile aus transparenten Harzen werden für eine klare Optik in der Regel geschliffen, poliert oder klar lackiert.

Unsere Einschätzung

Leitfähig oder ableitfähig

Für Elektronik gibt es ableitfähige Kunststoffe wie PA11 ESD im Lasersintern oder ABS-ESD im FDM. Für hohe elektrische Leitfähigkeit eignet sich Kupfer aus dem Laserschmelzen.

Unsere Einschätzung

Flammschutz

Die UL-94-Einstufung gilt für die im Datenblatt angegebene Wandstärke. Ob das fertige Bauteil die Anforderungen erfüllt, muss im Einzelfall geprüft werden.

Unsere Einschätzung

Lebensmittelkontakt oder Medizin

Einige Werkstoffe haben Konformitätsangaben, etwa PA11 oder PA12 in Food-Grade-Ausführung im Lasersintern oder FDM-Werkstoffe mit Angaben nach EU 10/2011 oder ISO 10993. Ob das fertige Bauteil geeignet ist, hängt von Konstruktion, Verarbeitung und Einsatz ab und muss im Einzelfall geprüft werden.

3D-Druck · Kunststoff Lasersintern (SLS) Belastbare Bauteile aus PA12, PA11, PA6, TPU oder PP, auch flammgeschützt oder ableitfähig, ohne Stützstrukturen Auch in Serie: viele Teile gemeinsam im Bauraum, ohne Werkzeug Auch in individuellen Varianten Mindestwandstärke 1,0 mm Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Multi Jet Fusion (MJF) Funktionsbauteile aus PA12, PA11, PP oder TPU, ohne Stützstrukturen Auch in Serie: viele Teile gemeinsam im Bauraum, ohne Werkzeug Auch in individuellen Varianten Mindestwandstärke meist 1 mm Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Stereolithographie (SLA) Glatte Oberflächen und feine Details, auch transparent oder temperaturbeständig Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff CLIP / DLS Technische Harze von steif bis elastisch, glatte Oberfläche, auch flammhemmend Der Bauraum ist begrenzt Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Hot Lithography (HL) Hochleistungsharze: flammhemmend, elektrisch isolierend oder hoch wärmeformbeständig, Wände ab 0,3 mm Serienfertigung beim Anbieter möglich Für sehr große Bauteile passt ein anderes Verfahren besser Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Material Jetting (PolyJet / MultiJet) Weiche, silikonähnliche Bauteile mit Shore A 35 oder A 65 Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Fused Deposition Modeling (FDM) Sonderwerkstoffe: flammgeschützt, faserverstärkt, ableitfähig, elastisch, auch für größere Bauteile Schichtlinien sichtbar, Wände ab 0,6 mm Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Kunststoff Binder Jetting (BJT) Modelle, Lehren und Vorrichtungen aus gut zerspanbarem PMMA-Kunststoff Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Metall Laserschmelzen (SLM) Metallbauteile u. a. aus Stahl, Aluminium, Titan, Kupfer, Messing oder Zamak 5, auch mit innenliegenden Kanälen In Serie vor allem bei Geometrien, die sich anders kaum fertigen lassen Für sehr filigrane Metallteile passt LMM besser Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Metall Lithography-based Metal Manufacturing (LMM) Kleine, filigrane Edelstahlteile mit glatter Oberfläche Geeignet für Kleinserien mit vielen Varianten Nicht für mittlere und große Bauteile Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Keramik & Glas Keramik (LCM) Technische Keramik: hart, temperaturbeständig, elektrisch isolierend Für kleine Bauteile Eher für Einzelteile und Kleinserien gedacht Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren 3D-Druck · Keramik & Glas Glas (LGM) Transparente Bauteile aus Quarzglas, temperatur- und chemikalienbeständig Je nach Geometrie bis 10.000 Stück pro Jahr Bauteile bis 164 × 90 × 150 mm Wandstärke 0,8 bis 5 mm Bei einfachen Teilen in großer Stückzahl meist teurer als ein Werkzeugverfahren Zum Verfahren Konventionell CNC-Bearbeitung Fräsen und Drehen aus Metall oder Kunststoff, für einfache Geometrien und enge Toleranzen Innenliegende Kanäle und Hinterschnitte sind spanend kaum möglich Zum Verfahren Konventionell Vakuumgießen Kleinserien aus der Silikonform, das Urmodell kann aus dem 3D-Druck stammen Lohnt sich, wenn mehrere Teile von einem Urmodell gebraucht werden Bei großen Stückzahlen ist das Spritzgießen meist wirtschaftlicher Jede Variante bräuchte eine eigene Silikonform Innenliegende Kanäle lassen sich nicht abformen Zum Verfahren Konventionell Spritzgießen Kunststoffteile in großen Stückzahlen, mit Werkzeug Das Werkzeug lohnt sich erst bei großen Stückzahlen Das Werkzeug lohnt sich erst bei großen Stückzahlen Jede Variante bräuchte ein eigenes Werkzeug Werkzeug und Entformbarkeit begrenzen die Geometrie Zum Verfahren

von 15 Verfahren passen zu Ihrer Auswahl Passende Verfahren stehen oben, die übrigen sind ausgegraut.

Der Finder ist eine Orientierung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall. Welche Werkstoffe aktuell verfügbar sind, sehen Sie nach dem Hochladen im Konfigurator. Nichts Passendes dabei? Sprechen Sie uns an.

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Verfahren im Vergleich

Wie unterscheiden sich die 3D-Druck-Verfahren?

Die 3D-Druck-Verfahren auf dem PROTIQ Marketplace unterscheiden sich vor allem in Werkstoff, Oberfläche und Einsatzzweck. Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen; Details finden Sie auf den Verfahrensseiten.

Verfahren Werkstoffe Stärken Zu beachten
Lasersintern (SLS) PA12, PA11, PA6, TPU, PP u. a. belastbar, ohne Stützstrukturen, komplexe Geometrien Oberfläche leicht rau, matt
Multi Jet Fusion (MJF) PA12, PA11, PP, TPU Funktionsbauteile ohne Stützstrukturen Grundfarbe standardmäßig gräulich
Stereolithographie (SLA) Kunstharze (Photopolymere) glatte Oberflächen, feine Details Stützstrukturen nötig
Hot Lithography (HL) hochviskose Photopolymere Hochleistungsharze, Wände ab 0,3 mm Stützstrukturen in der Regel nötig
CLIP / DLS Epoxid-, PU- und Methacrylatharze, Elastomere robuste und elastische Bauteile, glatte Oberfläche Stützstrukturen nötig
Material Jetting (PolyJet / MultiJet) derzeit silikonähnliche Materialien, Shore A 35 und A 65 weiche Bauteile, 30 µm Schichtdicke Stützmaterial nötig
Binder Jetting (BJT) PMMA-basierte Kunststoffe ohne Stützstrukturen, gut zerspanbar Oberfläche leicht rau
Fused Deposition Modeling (FDM) Thermoplaste, auch flammgeschützt, faserverstärkt, leitfähig Sonderwerkstoffe, größere Bauteile Schichtlinien sichtbar, Eigenschaften richtungsabhängig
Laserschmelzen (SLM) u. a. Stahl, Aluminium, Titan, Kupfer, Messing, Zinklegierung metallische Funktionsbauteile, innenliegende Kanäle Stützstrukturen nötig
Lithography-based Metal Manufacturing (LMM) Edelstähle, z. B. 316L und 17-4PH kleine, filigrane Bauteile, glatte Oberfläche nur kleine Bauteile
Keramik (LCM) technische Keramik, z. B. ATZ hart, temperaturbeständig, elektrisch isolierend kleine Bauteile, spröde
Glas (LGM) Quarzglas transparent, bis 1.000 °C einsetzbar Wandstärke 0,8–5 mm, Toleranzen ± 250 µm (unbeschichtet)

Überblick auf Basis der Verfahrensseiten und Datenblätter auf dem PROTIQ Marketplace; keine zugesicherten Eigenschaften. Maßgeblich sind die Angaben des Anbieters im Bestellprozess bzw. im Angebot.


Übersichtsgrafiken zum Vergrößern

Beide Grafiken fassen die Auswahl auf einen Blick zusammen und dienen der groben Orientierung. Klicken Sie auf eine Grafik, um sie in voller Größe zu öffnen.

Entscheidungshilfe für die Verfahrensauswahl: Verfahren geordnet nach Oberfläche, Präzision, Design, Seriengröße und MaterialtypVergrößern
Entscheidungshilfe für die Verfahrensauswahl Gängige Verfahren eingeordnet nach Oberfläche, Präzision, Design, Seriengröße und Materialtyp. Die Grafik zeigt eine Auswahl; alle Verfahren vergleicht die Tabelle oben.
Leitfaden zu 3D-Druck-Materialien und -Verfahren: Verfahren und Werkstoffe nach Material und besonderen EigenschaftenVergrößern
Leitfaden zu 3D-Druck-Materialien und -Verfahren Verfahren und Werkstoffe nach Material und besonderen Eigenschaften – von hoher Festigkeit bis zur elektrischen Isolation.
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3D-Druck oder konventionell?

Wann ist ein konventionelles Verfahren die bessere Wahl?

3D-Druck spielt seine Stärken bei komplexen Geometrien, Prototypen und kleinen bis mittleren Stückzahlen aus, weil kein Werkzeug nötig ist. Einfache Geometrien mit engen Toleranzen lassen sich oft wirtschaftlicher fräsen oder drehen, große Stückzahlen eher spritzgießen.

3D-Druck CNC-Bearbeitung Spritzgießen Vakuumgießen
Werkzeug nicht nötig nicht nötig Form bzw. Werkzeug nötig Silikonform nach Urmodell
Typische Stückzahl Einzelteil bis Kleinserie, je nach Verfahren auch Serie Einzelteil bis mittlere Serie große Stückzahlen Prototypen und Kleinserien
Geometrie komplex, auch innenliegende Kanäle eher einfach, prismatisch oder rotationssymmetrisch durch Werkzeug und Entformbarkeit begrenzt durch Form und Entformbarkeit begrenzt
Toleranzen verfahrensabhängig eng möglich eng, werkzeugabhängig abhängig von Urmodell und Gießharz
  • Zamak 5 im 3D-Druck Für Zinkbauteile in großen Stückzahlen ist der Druckguss mit Werkzeug wirtschaftlich. Prototypen und Kleinserien aus dem Druckgusswerkstoff Zamak 5 entstehen im Laserschmelzen – ohne Druckgusswerkzeug.
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Verfahrensgruppen

Welche Gruppen von 3D-Druck-Verfahren gibt es?

3D-Druck-Verfahren lassen sich danach unterscheiden, wie das Material verfestigt wird. Daraus ergeben sich typische Stärken und Grenzen jeder Gruppe.

Pulverbett

Eine dünne Pulverschicht wird ausgebreitet und gezielt verfestigt – durch einen Laser (SLS, SLM), durch ein aufgedrucktes Schmelzmittel zusammen mit Infrarotlicht (MJF) oder durch einen Binder (Binder Jetting). Das umgebende Pulver stützt Kunststoffbauteile, beim Laserschmelzen von Metall sind dagegen Stützstrukturen nötig.

Photopolymerisation

Ein flüssiges, lichtaushärtendes Harz wird mit Licht ausgehärtet – schichtweise (SLA, Hot Lithography) oder kontinuierlich (CLIP). SLA und CLIP liefern vergleichsweise glatte Oberflächen und feine Details; Hot Lithography verarbeitet erwärmte, hochviskose Hochleistungsharze.

Lithografie mit anschließendem Sintern

Ein Gemisch aus Metall-, Keramik- oder Glaspartikeln und lichtaushärtendem Bindemittel wird belichtet. Der Grünling wird anschließend entbindert und gesintert – so entstehen Bauteile aus Metall, Keramik oder Glas.

Material Jetting und Extrusion

Beim Material Jetting werden feine Tröpfchen aufgetragen und ausgehärtet. Bei der Extrusion (FDM) wird ein aufgeschmolzenes Filament Bahn für Bahn abgelegt.

Multi Jet Fusion, PolyJet, MultiJet, CLIP, Digital Light Synthesis und Hot Lithography sowie weitere genannte Bezeichnungen sind Marken bzw. Bezeichnungen ihrer jeweiligen Inhaber. Die Nennung dient nur der Beschreibung der Verfahren.

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Sie sind unsicher, welches Verfahren passt?

Wir beraten Sie zu Verfahren, Werkstoff und Konstruktion und prüfen Ihre Daten auf Umsetzbarkeit. Auch wenn noch keine 3D-Daten vorliegen, unterstützen wir Sie gern – von der Konstruktion bis zum Reverse Engineering per CT.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen zur Verfahrensauswahl

Wie finde ich das passende Fertigungsverfahren für mein Bauteil?

Klären Sie zuerst Werkstoff und Anforderungen, dann Geometrie, Stückzahl sowie Oberfläche und Genauigkeit. Der Verfahrens-Finder auf dieser Seite zeigt passende Verfahren für Ihre Angaben. Nach dem Hochladen Ihrer Datei wählen Sie im Konfigurator Verfahren und Werkstoff und sehen in der Regel direkt Preis und Produktionszeit.

Gibt es auf dem PROTIQ Marketplace nur 3D-Druck?

Nein. Neben zahlreichen 3D-Druck-Verfahren finden Sie auch die CNC-Bearbeitung, das Spritzgießen und das Vakuumgießen sowie verschiedene Nachbearbeitungen.

Wann ist 3D-Druck günstiger als konventionelle Fertigung?

Häufig bei Prototypen, Ersatzteilen, individualisierten Bauteilen und kleinen Stückzahlen, weil keine Werkzeuge oder Formen nötig sind. Bei großen Stückzahlen sind Spritzgießen oder Druckguss trotz Werkzeugkosten meist wirtschaftlicher.

Wann wähle ich 3D-Druck statt CNC-Fräsen?

3D-Druck ist sinnvoll bei komplexen Geometrien, innenliegenden Kanälen, Funktionsintegration oder individuellen Anpassungen. Die CNC-Bearbeitung spielt ihre Stärken bei einfachen Geometrien und engen Toleranzen aus.

Was ist der Unterschied zwischen SLS und MJF?

Beide Verfahren fertigen Kunststoffbauteile im Pulverbett ohne Stützstrukturen. Beim Lasersintern schmilzt ein Laser das Pulver auf, bei Multi Jet Fusion ein aufgedrucktes Schmelzmittel zusammen mit Infrarotlicht. MJF-Bauteile sind standardmäßig gräulich.

Welche 3D-Druck-Verfahren gibt es für Metall?

Auf dem PROTIQ Marketplace ist für metallische Funktionsbauteile das selektive Laserschmelzen (SLM) die naheliegende Wahl. Für kleine, filigrane Bauteile aus Edelstahl eignet sich das Lithography-based Metal Manufacturing (LMM).

Warum unterscheiden sich die Preise zwischen den Verfahren?

Der Preis hängt unter anderem von Verfahren, Werkstoff, Bauteilvolumen, Geometrie, Stückzahl und Nachbearbeitung ab. Deshalb kann dasselbe Bauteil je nach Verfahren unterschiedlich viel kosten. Im Konfigurator können Sie die verfügbaren Angebote direkt vergleichen.

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