Kunststoffe für PolyJet und MultiJet: elastische Materialien im Material Jetting

Weiche, flexible Bauteile mit feinen Details – ohne Gießform und ab einem Stück: Hier erfahren Sie, welche Druckmaterialien es im Material Jetting auf dem PROTIQ Marketplace gibt und wofür sie sich eignen.

Material Jetting

Welche Kunststoffe gibt es für PolyJet und MultiJet?

Beim Material Jetting – bekannt unter den Bezeichnungen PolyJet und MultiJet – trägt ein Druckkopf feine Tröpfchen eines flüssigen Photopolymers auf, das sofort mit UV-Licht aushärtet. Je nach Anlage entstehen so feste, transparente, mehrfarbige oder elastische Bauteile.

Auf dem PROTIQ Marketplace gibt es für das Material Jetting zwei silikonähnliche Druckmaterialien in unterschiedlicher Härte – für weiche, elastische Bauteile. Gefertigt wird bei einem Anbieter auf dem Marketplace.

Die Materialien eignen sich für weiche Prototypen mit feinen Details – etwa Muster von Dichtungen, Tüllen, Puffern oder Griffen.

Material Jetting auf einen Blick

Verfahren
Material Jetting (PolyJet / MultiJet)
Materialien
silikonähnlich, elastisch
Härte
Shore A 35 oder Shore A 65
Fertigung
über einen Marketplace-Anbieter
Stützmaterial
wasserlöslich, wird entfernt
Oberfläche
vergleichsweise glatt
Stückzahl
Einzelteil bis Kleinserie

Weitere Angaben wie Mindestwandstärke und Kennwerte finden Sie im Datenblatt des Anbieters beim jeweiligen Angebot.

Materialien

Welche Materialien stehen zur Wahl?

Die beiden silikonähnlichen Druckmaterialien unterscheiden sich vor allem in der Härte.

Weich: AR-G1L

Shore A 35 – für sehr weiche, flexible Bauteile wie Dichtungsmuster, Puffer oder Soft-Touch-Elemente.

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Fester: AR-G1H

Shore A 65 – formstabiler, etwa für Tüllen, Kabelführungen oder Griffe.

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Alternative: TPU

Für belastbare elastische Funktionsteile ohne Stützstrukturen bietet sich TPU im Lasersintern an.

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AR-G1L & AR-G1H

Silikonähnliche Druckmaterialien: AR-G1L und AR-G1H

AR-G1L und AR-G1H sind elastische Photopolymere mit silikonähnlichen Eigenschaften. Weiche Bauteile entstehen damit direkt aus den 3D-Daten – ohne Gießform.

  • AR-G1L (Shore A 35): sehr weich und flexibel – für Dichtungsmuster, Puffer oder Soft-Touch-Elemente.
  • AR-G1H (Shore A 65): formstabiler und mit höherer Zugfestigkeit – für Tüllen, Kabelführungen oder Griffe.

Beide Materialien werden mit wasserlöslichem Stützmaterial gedruckt. Das schont dünnwandige, elastische Bauteile beim Entfernen der Stützen. Was die Shore-Härte genau aussagt, erklärt unser Beitrag Shore-Härten richtig einordnen.

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Silikonähnlich oder TPU?

Silikonähnliches Druckmaterial oder TPU?

Für elastische Bauteile gibt es mehrere Wege. Material Jetting punktet mit feinen Details, TPU aus dem Pulverbett kommt ohne Stützstrukturen aus, und Vakuumgießen bietet sich für mehrere gleiche Teile an.

Material Jetting (silikonähnlich) TPU im Lasersintern Vakuumgießen
Werkstoff silikonähnliches Photopolymer thermoplastisches Polyurethan, z. B. TPU 80A PU-Gießharze
Härte Shore A 35 oder A 65 Shore A 80 (TPU 80A) je nach Gießharz
Oberfläche vergleichsweise glatt, feine Details leicht rau und matt abhängig vom Urmodell
Stützen / Werkzeug Stützmaterial, wird entfernt keine Stützstrukturen, kein Werkzeug Silikonform aus einem Urmodell
Typischer Einsatz weiche Prototypen mit feinen Details elastische Funktionsteile wie Dämpfer oder Griffe Kleinserien gleicher Teile
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Gut zu wissen

Worauf sollte ich bei elastischen Druckmaterialien achten?

Elastische Bauteile stellen eigene Anforderungen an die Konstruktion. Diese Punkte helfen bei der Planung.

  • WandstärkePlanen Sie Wände nicht dünner als im Datenblatt angegeben – bei sehr weichem Material lieber mit etwas Reserve.
  • ToleranzenKommt es auf enge Maße an, klären Sie die Anforderungen bitte vor der Bestellung mit uns.
  • TemperaturDie Angaben zur Hitzebeständigkeit im Datenblatt nennen keine Dauer und Belastung. Prüfen Sie die Eignung für Ihren Einsatz.
  • OberflächeFlächen mit Kontakt zum Stützmaterial können matter ausfallen als die übrigen Flächen.
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Bestellen

Wie bestelle ich elastische Bauteile im Material Jetting?

Bauteile im Material Jetting bestellen Sie direkt auf dem PROTIQ Marketplace – mit Live-Preis und freier Wahl des Anbieters.

  1. 3D-Datei hochladenLaden Sie Ihr 3D-Modell hoch. Dabei wird automatisch geprüft, ob das Bauteil in den Bauraum passt.
  2. Material wählenWählen Sie AR-G1L oder AR-G1H. Das Datenblatt ist beim Angebot verlinkt.
  3. Angebote vergleichenVergleichen Sie Preis und Produktionszeit des Angebots.
  4. BestellenBestellen Sie direkt online oder laden Sie ein verbindliches PDF-Angebot herunter.
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Fragen zu elastischen Bauteilen?

Wir beraten Sie, welches Material und welches Verfahren zu Ihrem elastischen Bauteil passt.

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FAQ

Häufige Fragen zu Kunststoffen für PolyJet und MultiJet

Welche Materialien gibt es für PolyJet und MultiJet auf dem PROTIQ Marketplace?

Auf dem PROTIQ Marketplace gibt es für das Material Jetting zwei elastische, silikonähnliche Druckmaterialien: AR-G1L mit Shore A 35 und AR-G1H mit Shore A 65. Welche Materialien verfügbar sind, sehen Sie nach dem Hochladen im Konfigurator.

Sind die Druckmaterialien aus Silikon?

Nein. AR-G1L und AR-G1H sind Photopolymere mit silikonähnlichen Eigenschaften – weich, elastisch und flexibel. Sie werden im Material Jetting gedruckt und mit UV-Licht ausgehärtet.

Welches Material ist weicher, AR-G1L oder AR-G1H?

AR-G1L ist mit Shore A 35 deutlich weicher als AR-G1H mit Shore A 65. AR-G1L eignet sich für sehr flexible Teile, AR-G1H für formstabilere elastische Bauteile.

Wann ist TPU die bessere Wahl?

TPU aus dem Lasersintern kommt ohne Stützstrukturen aus und eignet sich für belastbare elastische Funktionsteile wie Dämpfer oder Griffe. Das Material Jetting bildet dagegen feinere Details ab und ist für weiche Prototypen mit glatter Oberfläche interessant.

Wo finde ich die Datenblätter der Druckmaterialien?

Die gültigen Datenblätter finden Sie im Bestellprozess: Nach dem Hochladen Ihrer 3D-Datei ist beim jeweiligen Angebot das Datenblatt des Anbieters verlinkt.

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